Ende März fand eine Besprechung zur Markierung neuer Habitatbäume statt
Ende März traf sich ein Teil des Ortschaftsrates zusammen mit dem zuständigen Förster Benno Künzig im Schatthäuser Wald, um einen Teil der insgesamt 200 neuen Habitatbäume auszuweisen. Im Rahmen dieses Treffens wurde der Waldbestand genau begutachtet. Dabei wurden bestimmte Bäume des Waldes nach festgelegten Kriterien als Habitatbäume ausgewählt und mit einem „H“ gekennzeichnet.
Schutz und natürliche Entwicklung der Bäume
Die markierten Habitatbäume werden künftig nicht mehr gefällt oder durch sonstige Forstmaßnahmen wie Stutzen oder Schneiden bearbeitet. Diese Bäume werden in ihrer natürlichen Entwicklung belassen, wodurch sie zu einem Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel, andere Tiere, Pilze und Pflanzen werden. Der gezielte Schutz dieser Bäume fördert die Biodiversität im Wald.
Die Bedeutung der Anzahl der Habitatbäume
Obwohl die Zahl von 200 Habitatbäumen zunächst groß erscheinen mag, fällt sie im weiten Schatthäuser Wald mit seinen zahlreichen Baumarten und unterschiedlich alten Bäumen kaum ins Gewicht. Auf den großen Waldflächen wird diese Anzahl der markierten Bäume erst über die kommenden Jahre hinweg stärker sichtbar werden. Es ist zudem zu erwarten, dass in der Zukunft noch mehr Bäume als Habitatbäume ausgewählt werden. Die Bestimmung der insgesamt 200 Bäume ist derzeit noch nicht abgeschlossen, und ein weiterer Teil des Ortschaftsrates wird sich mit Förster Künzig erneut im Wald treffen, um die Auswahl weiterer Bäume vorzunehmen.
Hintergrund des Projekts
Die Markierung der Bäume im Schatthäuser Wald ist Teil eines Förderprogramms des Bundes, bei dem der gesamte Wieslocher Wald mitmacht. Das sogenannte „klimaangepasste Waldmanagement“ verlangt von den Waldbesitzern, fünf Habitatbäume pro Hektar auszuwählen und zu kennzeichnen, um sie der natürlichen Entwicklung zu überlassen. Im Rahmen dieses Programms werden zusätzlich größere Waldflächen für die nächsten 20 Jahre oder länger ohne menschliche Eingriffe sich selbst überlassen. Insgesamt betrifft dies etwa 12 Hektar des Stadtwaldes, und es sollen 1250 Habitatbäume im gesamten Stadtwald ausgewählt werden.