Wiesloch, 24.03.2017 (rp) HEIMSPIEL: THE BUSTERS zelebrieren am Freitag im Palatin zu Wiesloch ihr Bandjubiläum.
Einleitung – Eine kleine Zeitreise… aus meiner Sicht…
Lange ist es her, daß ich die Band „THE BUSTERS“ live gehört habe. Es kann schon gut sein das es sogar Jahrzente her ist. Woran ich mich noch gut erinnern kann, sind die vielversprechenden Anfänge im Jugendzentrum in Wiesloch.
Ihr Proberaum im Keller des JUZ, war einer von drei Räumen in dem Wieslocher Jugendliche musizieren durften. Einmal im Jahr ein Pflicht-Gig und ab und zu Thekendienst, waren die einzigen Bedingungen. Ein Instrument richtig zu beherrschen oder Talent, waren keine Vorgabe.
Die Bands in den Proberäumen hatten klangvolle Namen wie NoiseFilter, Charterflug Chad, Pyschopath, Metamorphis* und eben „THE BUSTERS“. Da gab’s auch noch ’ne Popband, deren Namen mir nicht mehr einfällt und es gab noch Talip mit seinen türkischen Freunden, die auf orientalischen Instrumenten musizierten.
Thomas „Bräsig“ Scholz war großer Ska-Fan und die anderen „Busters“ probten ein paar Klassiker ein um sie im JUZ als „Geschenk“ für Ihn und mit ihm zu spielen.
Mit meinen Freuden war ich damals (ca. ab 1988-89) auch dabei im JUZ, ich spielte damals eine kurze Zeit lang Bass* und meine Musik damals vor allem Speed-Metall. Eine Zeit in der Metallica oder Slayer weit weit weg vom Mainstream waren. So war es auch mit Reggae und SKA, dem Musikgenre dem sich „THE BUSTERS“ widmeten. (Anmerkung: The Blues Brothers mochten wir alle! Egal ob Metaller, Popper, Rockabilly oder Psychobilly etc.)
Anno 1992 war der Bass und das Thema Band schon wieder uninteressant für mich, da waren Breakbeats (Drum ’n‘ Bass Jungle) und elektronische Musik aus dem Sampler und dem Atari-Computer angesagt. DJ’s waren mit Ihren Schallplatten und Mixern zu Gange. In unserer Region aber auch darüber hinaus zog es einige, mich eingeschlossen, in die Clubs und Diskos, wie das „milk!“ nach Mannheim oder das „XS“ oder „Dorian Gray“ in Frankfurt. Als diese Locations schlossen, began ich zusammen mit einigen Anderen eigene Veranstaltungen durchzuführen und war eine zeitlang als Booker und Promoter tätig. Das war so zwischen 1994 und 1996.
„Drum ’n‘ Bass Jungle“ war ebenso wie „Reggae“ und „Ska“ vorwiegend aus UK bzw. London zu uns nach Deutschland rübergeschwappt so das wir jedes Wochenende DJ’s und MC’s aus UK buchten. In dieser Zeit war für mich Ragga-Jungle angesagt, bei dieser Stilrichtung waren vorwiegend Samples und Vocals aus der modernen Variante des Reggae, dem Dancehall Reggae oder Ragga, ein Bestandteil.
Meine Freunde aus der Region begannen auch Musik zu produzieren (u.a. „Bassline Generation“ aus Nussloch oder „Rawhill Cru“ aus Rauenberg) und so kam eins zum anderen. Mit Deejay E.Decay und Rawhill Cru ging es dann zu unzähligen Gigs über unsere Region hinaus. Eine Zeit in der ich viele Musiker, Produzenten und das Musicbiz kennenlernte.
Auch mit „Daddy Freddy“ (jamaikanischer Sänger – ehemals schnellster Rapper der Welt lt. Guinnessbuch der Rekorde), für den ich als Marketing- und PR-Agent eine Weile tätig war, ging es auf die grossen Bühnen der Festivals. Auch mehrfach auf Festivals wie beispielsweise Summerjam oder Chiemsee Reggae Summer auf denen natürlich auch „THE BUSTERS“ auftraten. The rest is History!
So blieben THE BUSTERS, für mich immer irgendwie in Sichtweite. Auch die einzelnen Musiker sah ich über die Jahre immer wieder, zwei wohnten in der direkten Nachbarschaft, andere sah man im Umfeld des Session in Walldorf oder auch im Freundeskreis. Heute stecke ich Musik nicht mehr so in Schubladen wie damals, heute höre ich alles bzw. Musik die gut ist, egal aus welcher Schublade. Und was „THE BUSTERS“ spielt ist definitiv gute Musik!
25 Jahre Palatin & 30 Jahre Bandjubiläum
THE BUSTERS zählen international zu den erfolgreichsten SKA-Bands. Die Mitglieder der Band sind alle Vollblut-Musiker die ihr Handwerk verstehen. Dies konnten auch die Besucher am Freitag Abend im Palatin deutlich miterleben.
Die aktuell 11 Mitglieder der Band sowie die Special Guests, bestehend aus ehemaligen Bandmitgliedern, sind wahrhaft professionelle Berufsmusiker mit einer überragenden Bühnenpräsenz. Voller Energie, auch wenn der eine oder andere mittlerweile einen grauen Bart trägt.
Mit dabei als Special Guest am Freitag war u.a. Klaus Huber, der ehemalige Sänger war von 1987 bis 2000 aktiver Bestandteil der Wieslocher Band. Er hatte sichtlich viel Spass mal wieder mit seinen ehemaligen Bandkollegen auf der Bühne zu rocken. Auch Jan-Hinrich Brahms an der Posaune (1987-1989) war mit grosser Freude dabei am Freitag.
Happy Birthday THE BUSTERS !!!
Happy Birthday PALATIN !!!
Eine wirklich gelungene Veranstaltung und ein schöner Abend an dem man viele alte Freunde wiedersehen konnte.
Fotostrecke der Veranstaltung:
[nggallery id=933]
Wann und wo habt Ihr „THE BUSTERS“ das erste mal gehört?
Eure Sicht dürft ihr gerne auf der WiWa-Lokal Facebookseite posten oder als Leserbrief per E-Mail an die Redaktion senden!
Text und Fotos: Robert Pastor (P.!)