Bleiben Sie informiert  /  Samstag, 05. April 2025

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Wiesloch und Walldorf

Falscher Mehltau

17. August 2016 | CDU, Das Neueste

Ökologischer Weinbau vor existenziellen Problemen
„Falscher Mehltau“ bereitet große Sorgen / MdB Dr. Harbarth im Dialog mit regionalen Biowinzern / Schreiben an Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft

Biowinzer

von links nach rechts: Klaus Eberle, Dr. Stephan Harbarth MdB, Alexander Becker (Weingut Becker, Malsch), Gerlinde und Karl-Friedrich Krämer (Weinbau Goldene Gans, Dielheim) Sebastian Menges (Weingut Menges, Rauenberg) und Herbert Becker (Weingut Becker, Malsch).

Dielheim. In diesen Tagen erhält der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt MdB, Post von dem Bundestagsabgeordneten Dr. Stephan Harbarth (CDU).

Der 44-jährige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion informierte sich in Begleitung des örtlichen CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Eberle auf Initiative von Gerlinde und Karl-Friedrich Krämer vom Dielheimer Weinbaubetrieb „Goldene Gans“ über die derzeitigen existenziellen Probleme der Biowinzer.

Auch Sebastian Menges vom Rauenberger Weingut Menges sowie Herbert und Alexander Becker vom Malscher Weingut Becker schilderten und zeigten in den Weinbergen, welche negativen Folgen der viele Regen im Frühjahr und im Sommer hat: Insbesondere die Pilzerkrankung  „Falscher Mehltau“, die Peronospora, hat die Reben enorm geschädigt.

In vielen Gebieten kommt es zu enormen Ernteeinbußen, mancherorts zu für die Öko-Weingüter Existenz bedrohenden Totalausfällen. Auch den regionalen Biowinzern macht der „Falsche Mehltau“ schwer zu schaffen.

Besonders verzwickt an dieser Situation: Mit Kaliumphosphonat könnte man den „Falschen Mehltau“ effektiv bekämpfen, bis 2013 war dieses Mittel auch im Ökoweinbau erlaubt. Dann stufte die Europäische Union (EU) Kaliumphosphonat als Pflanzenschutzmittel ein, fortan war der Einsatz im ökologischen Weinbau (EU-Öko-Verordnung) untersagt.

„So bleibt uns nur der Einsatz von Kupfer“, erläuterte Biowinzer Krämer dem Bundestagsabgeordneten Harbarth, „aber die bei uns zulässige Menge von
3 kg je Hektar und Jahr reicht nicht aus, um den `Falschen Mehltau´ in den Griff zu bekommen.“ In anderen europäischen Ländern sei zudem eine weit höhere Kupferausbringung erlaubt.

„Diese Situation ist nicht hinnehmbar“, sagte Harbarth, „es kann nicht sein, dass die Ökowinzer in ihrer Existenz gefährdet werden. Hier muss mit Blick auf das kommende Jahr eine Regelung erreicht werden, die dem Ökoweinbau tatsächlich hilft. Für mich ist es nachvollziehbar, wenn ein Biowinzer zu mir sagt: Wenn uns solche Steine in den Weg gelegt werden, dann macht der Ökoweinbau für uns keinen Sinn.“

Neben seinem Schreiben an den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft ist Harbarth in dieser Angelegenheit auch in enger Abstimmung mit seiner Bundestagskollegin Kordula Kovac, der weinbaupolitischen Sprecherin  der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  Auf europäischer Ebene wird zu klären sein, ob eine Wiederzulassung von Kaliumphosphonat erreicht werden kann.

(Text/Foto: Matthias Busse)

 

Das könnte Sie auch interessieren…

L 723/Walldorf: Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung durch 29-jährigen Motorradfahrer

Die Polizei sucht nach Zeugen! Am Freitag gegen 16:25 Uhr fuhr ein 46-jähriger Motorradfahrer die L723 aus Richtung BAB 5 kommend in Fahrtrichtung Wiesloch entlang. Auf Höhe der Abfahrt Walldorf-Weinäcker/Esso-Tankstelle befuhr er die zweispurige Fahrbahn auf der...

OsterVarieté 2025: Familienfreundliches Show-Spektakel in Wiesloch

Akrobatik, Comedy und Magie im Palatin Kulturzentrum Am Osterwochenende, dem 19. und 20. April 2025, verwandelt sich das Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum in Wiesloch erneut in eine Varieté-Bühne. Das OsterVarieté geht in die vierte Saison und präsentiert ein...

Schutz für Rebhühner: Zaun sichert Brutgebiet in Heddesheim

Gemeinde unterstützt Artenschutzmaßnahme Der Bestand des Rebhuhns ist europaweit stark zurückgegangen. In Deutschland steht die Art auf der Roten Liste. In Heddesheim gibt es noch Rebhühner, die auf einer gemeindeeigenen Wiese leben. Dort finden sie Nahrung und Schutz...

Hier könnte Ihr Link stehen

Veranstaltungen / Gewerbe

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

Archive