Hut ab vor diesen Spendern
„Sie geben ein Stück von sich selbst, das ist etwas ganz Besonderes“, meinte Bürgermeisterin Christiane Staab am 20. November anerkennend zu den langjährigen Blutspenderinnen und Blutspendern, die sie im Rathaus ehrte.
Für diese „große Gabe“ direkt danken zu können, bedeute ihr viel, so Christiane Staab. Mitmenschen, die schwer erkrankt oder Opfer eines Unfalls geworden seien, seien auf Blutspenden angewiesen. Trotz allen technologischen Fortschritts sei Blut schließlich durch nichts zu ersetzen. Christiane Staab hob auch hervor, dass jede Blutspenderin und jeder Blutspender nicht nur einem Menschen helfe, sondern vielen, denn das Blut werde ja in verschiedene Bestandteile getrennt und weiterverarbeitet. „Seien Sie eine Welle, animieren Sie andere Menschen zum Mitmachen“, lautete ihre Bitte, denn vor allem in Ferienzeiten werde das Blut oft knapp.
Der Walldorfer DRK-Bereitschaftsleiter Christian Geier dankte der Runde der Blutspenderinnen und Blutspender ebenfalls herzlich für deren lebenswichtige Spenden. Zur Bedeutung des Lebenssaftes erläuterte er, dass Blut als „Klimaanlage“ und „Körperpolizei“ fungiere. In 75 Jahren habe das Herz rund 3,1 Milliarden Mal geschlagen und 205 Millionen Liter durch den Körper gepumpt. Beeindruckend auch die Zahl von Blutspenden, die täglich in Deutschland gegeben werden müssen – rund 15.000.
Zu diesen haben bereits zehnmal Daniela Geier, Bettina Güner, Christian Happel, Susanne Kramer, Marilen Müller, Peter Müller, Anja Rosker, Jan-Tobias Sander, Harald Schneider, Urte Thölke und Vivian Venghaus beigetragen, die Ehrennadeln und Urkunden erhielten. Bereits 25-mal haben Jürgen Domberger, Nicole Merklinger, Frank Merklinger, Manfred Peter, Michael Schiltz und Heike Stangl Blut gespendet. Auch sie bekamen Ehrennadeln und Urkunden überreicht.
„Spitzenreiter“ des Ehrungsabends waren Astrid Schmidt-Förster, die schon 75-mal bei der Blutspende war, und Willi Merklinger, der mit seinen knapp über 70 Jahren 125 Blutspenden absolviert hat und gerne auch weiterhin bis zur Altersgrenze weitermachen möchte. „Hut ab!“ hieß es angesichts des absolut jugendlich wirkenden Spenders. Bei den Merklingers liegt das Blutspenden offensichtlich „im Blut“, denn Nicole und Frank Merklinger, die mit am Tisch saßen, gehören zur Familie und – wie Willi Merklinger – berichtete, gibt es auch weitere Familienmitglieder, für die Blutspenden ganz selbstverständlich ist. Auch Astrid Schmidt-Förster und Willi Merklinger erinnern Ehrennadeln und Urkunden an den Ehrungsabend. „Ich hoffe, dass Sie selbst nie auf eine Blutspende angewiesen sein werden“, meinte Bürgermeisterin Staab, die auch dem DRK-Ortsverband Walldorf sehr herzlich für sein unermüdliches Engagement dankte. „Sie sind immer da, wenn man Sie braucht“, stellte sie nicht nur in Hinblick auf die Blutspendeaktionen, sondern auch auf die vielen Veranstaltungen fest, bei denen die Aktiven des DRK vor Ort sind, um im Fall der Fälle kompetent zu helfen.
Nächster Blutspendetermin
Der nächste Blutspendetermin des DRK in Walldorf ist am Dienstag, 22. Januar 2019, von 14.30 bis 19.30 Uhr in der Astoria-Halle, Schwetzinger Straße 91.
Zum ersten Mal dürfen Gesunde Blut spenden, wenn sie zwischen 18 und 65 Jahre alt sind. Die Blutspende selbst tut nicht weh und dauert nur wenige Minuten. Da man vorher registriert und untersucht wird und danach noch etwas ausruhen und sich bei einem kostenlosen Imbiss stärken sollte, sollte man rund eine Stunde Zeit mitbringen. Da das gespendete Blut in einem Labor untersucht wird, bekommt man Bescheid, wenn sich auffällige Befunde ergeben sollten. Nach etwa drei Wochen erhalten Erstspenderinnen und -spender ihren Unfallhilfe- und Blutspende-Pass mit Angabe der Blutgruppe.
Informationen zum Blutspenden gibt es im Internet unter www.drk-blutspende.de
Bürgermeisterin Christiane Staab mit den geehrten Blutspenderinnen und Blutspendern, die fast vollzählig gekommen waren. Astrid Schmidt-Förster (rechts) und Willi Merklinger (5. v. l.) sind die „Langläufer“ unter den Blutspendern
Text: Stadt Walldorf
Fotos: Pfeifer